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DasErste.de Forum Tatort Krimiforum Borowski und der stille Gast
Thema: Borowski und der stille Gast
< Themen>
antworten Seite 2 von 7  1 | 2 | 3 | 4  
09.09.2012 | 22:15 Uhr
ralli_ratte
Gast
Borowski
Das war heute einer der spannensten Tatorte, die es in letzter Zeit gab, und das mit Borowski. Bitte weiter so.
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09.09.2012 | 22:17 Uhr
speaking
Gast
Daumen hoch
Epilepsie
Also ich fand es irgendwie seltsam, dass Sarah Brandt ihre Kollegen nicht über ihre Epilepsie informiert hat. Sie ist schließlich bei der Polizei und hat somit auch eine sehr Verantwortung nicht nur gegenüber ihren Kollegen sondern auch gegenüber sich selbst.

Den heutigen Tatort fand ich endlich mal wieder klasse. Das Ende wa´r aber lächerlich.
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09.09.2012 | 22:18 Uhr
sab21
Gast
Zwei offene Fragen
Zwei Dinge habe ich nicht ganz mitgekriegt/kapiert.
Vielleicht kanns mir jem erklären!?

1. Das Ende sah man nur so kurz, dass ich nichts erkennen konnte in den 2 Sekunden.
Als der Krankenwagen in den Gefängnishof fuhr und sich die Tür öffnete... Was/wer war im Wagen zu sehen? Ich habe nur einen Mann mit Glatze (wen?) stehend gesehen und den Krankenpfeger sitzend (tot?).

2. Hatte die Epilepsi der Kommissarin (oder wars ne Wahnvorstellung > Zugvision) etwas mit den anderen Opfern zu tun? Deren Ärtze dachten ja auch, dass beide Frauen Wahnvorstellungen hatten.
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09.09.2012 | 22:26 Uhr
speaking
Gast
Wahnvorstellungen
Also Wahn selber ist ja eine krankhaft entstandene Fehlbeurteilung der Realität, d.h. der Kranke sieht die Realität anders als ein Gesunder sie sieht. Sarah hatte ja vor dem Krampfanfall eine Aura (sprich der fahrende Zug), solch eine Aura haben die meisten Epileptiker. Sie spüren, dass jetzt ein Krampfanfall kommt. Sarah selber hatte so wie ihr Borowski sagte einen Krampfanfall, der 30 Minuten dauerte. Normalerweise haben Epileptiker auch ein Notfallmedikament (z.B. Diazepam Tropfen), welches man während einer Pause in einem Krampfanfallsstadium verabreicht.
Ich denke nicht, dass Sarah´s Aura etwas mit dem Fall zu tun hatte. Ich würde mich dafür interessieren, wie es mit Sarah weitergeht. Das Thema Epilepsie sollte in der heutigen Zeit nicht mehr tabuisiert werden.
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09.09.2012 | 22:38 Uhr
Chelsea90
Erfahrener Benutzer
Zitat von speaking
Also Wahn selber ist ja eine krankhaft entstandene Fehlbeurteilung der Realität, d.h. der Kranke sieht die Realität anders als ein Gesunder sie sieht. Sarah hatte ja vor dem Krampfanfall eine Aura (sprich der fahrende Zug), solch eine Aura haben die meisten Epileptiker. Sie spüren, dass jetzt ein Krampfanfall kommt. Sarah selber hatte so wie ihr Borowski sagte einen Krampfanfall, der 30 Minuten dauerte. Normalerweise haben Epileptiker auch ein Notfallmedikament (z.B. Diazepam Tropfen), welches man während einer Pause in einem Krampfanfallsstadium verabreicht.
Ich denke nicht, dass Sarah´s Aura etwas mit dem Fall zu tun hatte. Ich würde mich dafür interessieren, wie es mit Sarah weitergeht. Das Thema Epilepsie sollte in der heutigen Zeit nicht mehr tabuisiert werden.

Natürlich sollte man über Tumoren und deren Auswirkungen (Medikamente) und auch Epilepsie, vorangehende Zeit, Aura , Dauer des Anfalls Folgen---informiert werden.

Ich frage mich allerdings obs grade im Tatort sein muss?

Mir unbegreiflich wie man einen Krimi hochloben kann bei dem von Anfang an alles offenliegt, klar ist.
Geht es nur noch darum sich sich vorführen zu lassen wie zwei Leute einen gleich bekannten Täter fassen ?
Keine Lust mehr im Ungewissen zu bleiben und am ende total überrascht zu werden eventuell mitzudenken?
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09.09.2012 | 22:48 Uhr
Georgette
Gast
Aber Happy...
fand diesen Tatort ertstaunlich gut. Einem Phänomen wie stalking mit toten Frauen so auf die Pelle zu rücken; also Thrillermittel
gekonnt einzusetzen; hilft vielleicht sogar bedrängten Frauen.
Eine Glanzleistung vom Milchgesicht Eidinger; war dessen pschychologische Studie mit Lollie ohne Zucker.
Nicht für Verständnis hat er so geworben; sondern entlarvend genau die Merkmale von bordenden Einbrechern und Verfolgern deutlich gemacht. Das Spiel wessen Wahn ist stärker wurde von der Regie und der Kamera schon vergleichbar mit den Dänen "Killing" eingefangen.
Also handwerklich auf hohem Niveau gab#s zwei tote Frauen und ein mutterloses Kind.
Die Ermittlungen empathisch kombinierend konnte ich nachvollziehen; da die Spur des Einzeltäters durch dessen Tarnungsqualität bizarr zu finden war.
Die eher sachliche Deckung der Fallsucht ist als Nebenhandlung Thema und bei einer ehrgeizigen Kommisarin plausibel.
Also ich konnte erstklassigen Krimi sehen; kein whodunnit; aber auf Hitchkocks Fährte erhellend "Kai" im Packetland.
Tja, mehr davon...
Pschychologischer Realismus ist für mich nämlich Hauptspeise.
Am Ende hat air sich im Krankenwagen erhängt- und das sollte gestalkten Frauen im Wiederstand Mut machen.
Borowski selbst war ebenfalls in Höchstform: Frühlingsrolle mit Blubbspinat in der Pfanne darf mit silver light gegessen werden.
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09.09.2012 | 22:57 Uhr
speaking
Gast
Umgang
im Vergleich zu den letzten Tatorten, war dieser Tatort wirklich gut.

Ich bin gespannt, wann der nächste Tatort aus Kiel kommt und wie Sarah mit ihrer Krankheit umgeht.
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09.09.2012 | 23:34 Uhr
Msabu
Benutzer
Krimi mit einigen Unmöglichkeiten
Der Tatort war im Gegensatz zu vielen anderen nicht unspannend. Wenigstens nicht so viel halbgares Psychogesülze und langatmiges Gerede wie sonst. Aber es wurde mal wieder zuviel 'reingepackt. Die deutschen Krimischreiber sollten sich mal ein Beispiel an ihren skandinavischen Kollegen nehmen (The Killing, Nachtschicht, die Brücke...), so macht man Krimis, auch ohne die Polizei immer gleich blöd aussehen zu lassen. Da ist ein Krimi noch ein Krimi und keine hochgestochene Milieustudie mit künstlerisch wertvollem Prädikat.
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10.09.2012 | 07:27 Uhr
sab21
Gast
Zitat von Georgette
mich nämlich Hauptspeise.
Am Ende hat air sich im Krankenwagen erhängt- und das sollte gestalkten Frauen im Wiederstand Mut machen.

Ah danke! :)
Das war so kurz zu sehen, irgendwie abgeschnitten.
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10.09.2012 | 08:34 Uhr
Timandra
Gast
Nur Pferden gibt man den Gnadenschuss
...aber sich auf diese Weise vom "alten Weggefährten", dem braunen Kombi, zu verabschieden, war schon skurril.
Mich liess der Tatort - zunächst - etwas ratlos zurück, vor allem nach der Schlusszene: Wo war der Täter, von dem es allerdings geheissen hatte, er käme "durch die Wand"?
Und warum hatte er es auf "Schneewittchentypen" (schwarzes Haar, weisse Haut, blutroter Mund) abgesehen). Da das Märchen selbst ein Mutter-Tochter-Motiv wiederspiegelt, fand ich hier für die Motivation des Täters keine rechte Erklärung.
Aber die Anspielungen auf das Märchen selbst mit seinen diversen Motiven gaben für mich nach längerem Nachdenken weitaus mehr her, und da wurde es interessant:
"Wer hat auf meinem Stühlchen gesessen, wer aus meinem Becherchen getrunken etc.", fragen sich die Zwerge in der zutreffenden Vermutung eines unsichtbaren Eindringlings - das war für mich das eigentlich Gruselige bei der Vorstellung von einem "unsichtbaren Gast" in den eigenen 4 Wänden.
Ebenfalls interessant: Der Blick in den (Zauber)Spiegel, der bei Sarah eine plötzliche Erkenntnis auslöst (nach einem uralten volkstümlichen Brauch erblickt ein Mädchen beim Blick in den Spiegel den Schatten ihres Zukünftigen).
Dann der "Todesschlaf", aus dem Schneewittchen nach einer bestimmten Zeit wieder erwacht - "wie lange war ich weg?", fragt Sarah; wobei mich der Hinweis des Pathologen auf die frühe Sterblichkeit von Epileptikern im Hinblick auf sie doch etwas traurig stimmte. Erwähnte sie das nicht auch irgendwann ganz nebenbei, als es im Gespräch mit Borowski um ihr Verbleiben im Kommissariat ging?
Hat der Täter in dem Kind, um das sich keiner kümmert, das von der Mutter "stiefmütterlich behandelt" wird, sich selber wieder erkannt und war hier der Grund für die Tat zu sehen? Welche Verbindung bestand aber zwischen diesem und dem anderen Opfer? Diese Frage blieb für mich ungeklärt.
Last not least: Die Szenen zwischen Borowski und Roland sind immer wieder köstlich - gut, dass es sich beim "Abschied vom alten Weggefährten" dann doch nicht um ihn gehandelt hat.
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